Praxis

Diese Seite beschreibt die Ergebnisse im Paper On the Use of Network Flow Techniques for Assigning Evacuees to Exits, das zur First International Conference on Evacuation Modeling and Management (ICEM '09) gesendet worden ist und stellt die Dateien zum Download bereit.

Ergebnisse

Die folgenden Szenarien wurden im Paper besprochen. Die Screenshots vergleichen die Ansätze und zeigen die Situation nach der jeweils gleichen Zeit.

Ein einfaches Beispiel

Es ist leicht zu erkennen, dass nach 15 Sekunden die bei Verwendung der Kürzeste-Wege-Strategie deutlich mehr Personen vor dem engen Ausgang auf der rechten Seite stehen und dadurch die Evakuierungszeit erhöhen. Die anderen Ansätze liefern bessere Resultate.

Ein schlechtes Beispiel für Minkosten-Flüsse 1: weit entfernte Ausgänge

Es ist nicht notwendig, dass Personen den linken Ausgang für die Evakuierung benutzen, da die ganze Breite des Korridors als Ausgang genutzt werden kann. In diesem Fall ist es wirklich die beste Idee, den kürzesten Weg, der genau dem Earliest Arrival Fluss entspricht, zu benutzen. Der Minkosten-Fluss bezieht die Distanz zum Ausgang nicht in die Berechnung ein und sendet somit die Hälfte der zu evakuierenden zum linken Ausgang. Diese Personen kommen später an, als diejenigen auf der rechten Seite für die Evakuierung benötigen.

Auch der Best-Response-Ansatz sendet einige Personen zum linken Ausgang und kommt somit nicht zur optimalen Lösung, es werden aber deutlich weniger Personen zum linken Ausgang geschickt.

Ein schlechtes Beispiel für Minkosten-Flüsse 2: geteilte Engpässe

In diesem Szenario ist es schlecht, kürzeste Wege zu wählen, da die Kapazität der Ausgänge auf der linken Seite nur ein Drittel der Kapazität der rechten seite umfasst. Da der Engpass nicht selbst der Ausgang ist, aber eine davor liegende enge Stelle, sendet der Minkosten-Fluss zu viele Personen zu den beiden Ausgängen auf der linken Seite.

Der Earliest-Arrival-Fluss erkennt die Engstelle und sendet deutlich weniger Personen zum rechten Ausgang und erreicht somit eine deutlich geringere Entfluchtungszeit.

Ein schlechtes Beispiel für Earliest-Arrival-Flüsse: enge kürzeste Wege

Unter der Annahme, dass zu Evakuierende, die den Ausgang, den sie benutzen sollen, zugewiesen bekommen, immer kürzeste Pfade verwenden, liefert ein Earliest-Arrival-Fluss schlechte Ergebnisse. In diesem Fall sollten viele Personen um ein Hindernis laufen, aber die meisten bleiben vor dem Hindernis stehen und warten, bis es frei wird.

In diesem speziellen Beispiel ist der Unterschied nicht sehr groß, aber es zeigt, dass der Minkosten-Fluss mehr Personen zum rechten Ausgang schickt.

Downloads

Artikel

On the Use of Network Flow Techniques for Assigning Evacuees to Exits
Artikel pdf, 1,04 MiB
Vortragsfolienpdf, 1,00 MiB

Instanzen

Videos

Die Videos zu den im Paper angeführten Beispielen, die alle verfolgten Ansätze zeigen. Die Videos haben eine Auflösung von 1280x800 (16:10) und sind im DivX 5-Format codiert. Der Dateityp ist avi.

Einfaches Beispiel
Kürzeste Wegeavi, 18,6 MiB
Min-Cost-Flussavi, 14,9 MiB
Earliest-Arrival-Flussavi, 14,8 MiB
Best-Response-Dynamicsavi, 14,2 MiB
 
Ein schlechtes Beispiel für Min-Kosten-Flüsse 1: weit entfernte Ausgänge
Kürzeste Wegeavi, 12,1 MiB
Min-Cost-Flussavi, 16,5 MiB
Earliest-Arrival-Flussavi, 12,3 MiB
Best-Response-Dynamicsavi, 13,2 MiB
 
Ein schlechtes Beispiel für Min-Kosten-Flüsse 2: gemeinsame Engpässe
Kürzeste Wegeavi, 27,7 MiB
Min-Cost-Flussavi, 25,9 MiB
Earliest-Arrival-Flussavi, 21,5 MiB
Best-Response-Dynamicsavi, 25,8 MiB
 
Ein schlechtes Beispiel für Earliest-Arrival-Flüsse: enge kürzeste Wege
Kürzeste Wegeavi, 18,9 MiB
Min-Cost-Flussavi, 14,9 MiB
Earliest-Arrival-Flussavi, 19,0 MiB
Best-Response-Dynamicsavi, 17,6 MiB